Während Belgien sich anschickt, als erstes Land der Welt ein Gesetz einzuführen, das Euthanasie von Kindern erlaubt, bittet Jessica Saba,
4, aus Lachine, Quebec, Kanada den König von Belgien, die Unterzeichnung des Gesetzes abzulehnen.
„Den Kindern zuliebe unterschreiben Sie bitte das Euthanasiegesetz
nicht“, appelliert Jessica in einem am 2. Februar herausgegebenen

Jessica wurde im Mai 2009 im kanadischen Montreal mit einem schweren
Herzfehler geboren: einer komplett blockierten Klappe und einer
unterentwickelten Herzkammer. Ohne eine Reihe chirurgischer Eingriffe
am Kinderkrankenhaus von Montreal hätte sie nur wenige Stunden oder
Tage überlebt. Nach sechs Tagen war ihre Herzklappe frei und die
unterentwickelte Kammer begann, sich zu formieren. Wäre Jessica in
einem Land geboren, in dem pädiatrische Euthanasie zugelassen ist,
wäre sie möglicherweise dafür in Frage gekommen und ihre Geschichte
wäre eine andere als die in ihrem Video.

http://www.youtube.com/channel/UC4di7uSDkRYsHx8UL38LHvA

Jedes Jahr kommen Millionen Kinder mit schweren Geburtsfehlern auf
die Welt. Wie Jessica kämen viele von ihnen für Euthanasie in Frage.
Wird Euthanasie in Belgien zugelassen, könnte das leicht zum Anlass
werden, dass sich pädiatrische Euthanasie weltweit ausbreitet. In
Quebec bemüht sich die Regierung, ein eigenes Euthanasiegesetz zu
verabschieden, das stark dem Gesetz ähnelt, das in Belgien vor etwa
zehn Jahren eingeführt wurde. Die Menschenrechtskommission von Quebec
empfiehlt die Ausweitung von Euthanasie auf Kinder.

Dr. Paul Saba, praktischer Arzt in Lachine, Quebec und Vater von
Jessica, richtet ebenfalls einen persönlichen Appell an den König,
das Gesetz zur Ausweitung von Euthanasie auf belgische Kinder nicht
zu unterscheiben. Er merkt an, dass das ursprünglich für körperlich
leidende Menschen vorgesehene belgische Euthanasiegesetz mittlerweile
auf Menschen mit psychischen Leiden ausgedehnt wurde. Was mit
Erwachsenen anfing, soll jetzt auch noch Kinder einbeziehen.

Er argumentiert, dass bei hochwertiger medizinischer Versorgung
niemand leiden muss. Am Ende des Lebens kann eine gute palliative
Pflege körperliches Leiden verhindern. Wenn jemand behauptet, dass
Verwandte bei ihrem Ableben gelitten haben, dann war keine gute
palliative Pflege im Spiel.

Jessicas Mutter Marisa, die mit den Problemen und Freuden von Jessica
vertraut ist, warnt davor, dass ein pädiatrisches Euthanasiegesetz
Eltern kranker oder behinderter Kindern veranlassen könnte, „zu
schnell aufzugeben.“ Was Eltern und Kinder brauchen, ist Liebe und
Unterstützung im Leben, nicht Euthanasie.

Jessicas ältere Schwester Eliana und ihr Bruder John-Anthony sprechen
in dem Video ebenfalls über ihre Schwester.